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Project Caribbean 2003
Guadeloupe
9. Februar bis 17. Februar 2003
[Galerie] ... [Zivilisation] ... [Alizés-Winde] ... [Hurrikane]
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Chutes
des Ecrevisses
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Abendsilhouette
an der Westküste
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Kinderkarneval
in Basse Terre
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Der
Dschungel von Guadeloupe
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Geschichte und Zivilisation
Guadeloupe befindet sich im Einfluss von Tropenklima und hat eine durchschnittliche Tagestemperatur von 26°C bei 2040mm Regen pro Jahr. Typischerweise herrscht tropischer Regenwald vor, der auf ca. 30'000 ha die ganze Bergregion von Basse Terre bedeckt (Grande Terre ist landwirtschaftlich orientiert und eher flach). Über 1000m geht der Regenwald in feuchten Bergwald über. Damit ist auf Guadeloupe eine Mischung von hygrophilem und mesophilem Wald gegeben. Als die Franzosen 1635 die Insel beanspruchten, war sie noch komplett bewaldet, danach setzte Rohdung ein, denn die Amero-Indischen Ureinwohner bewohnten zuvor hauptsächlich die Küstenregionen als Seefahrer; das Bergland stellte aber im Angriffsfall ein gutes Refugium und eine reiche Nahrungsquelle dar: Süsswasserflüsse, Früchte etc. Durch Rohdung und Anbau entstanden die berühmten Gärten von Guadeloupe mit Kuskus, Maniok und Batate.
Geologie
Zur Sedimentbildung im tropischen Regenwald: Die Vegetation ist sehr wichtig, da durch das hohe Relief und torrentiale Niederschläge die Erosion zur raschen Denudation führen würde. Wald stabilisiert den Boden und schützt vor Winden. Dabei wird der Regenwald charakterisiert durch eine starke pflanzliche Diversität bei geringer Tiervielfalt. Viele (> 16%) epiphytische Pflanzen wie z.B. Orchideen, hohe Bäume, kaum Moose oder Unterholz aufgrund des fehlenden Lichtes. Rasche Dekomposition von Humus im feucht-warmen Af-Klima (Köppen-Klassifikation).
Auf Basse-Terre gibt es ein natürliches Föhnklima mit vorherrschender Ost-West-Richtung: Regen im Osten, Erwärmung jenseits der Berge an der Westküste (die Alizés-Winde transportieren Meeresfeuchte aus dem Osten). Die Karibik ist jährlich tropischen Zyklonen ausgesetzt, die im Westen Afrikas aus tropischen Tiefdruckzonen entstehen können und bei der Durchquerung des Atlantiks die grösste Energiemaschine der Erde darstellen, in dem durch starke, rotierende Winde extrem viel warmes Meerwasser verdunstet wird. Die Klassifikation der Wirbelstürme: tropisches Tief < 60 km/h; tropischer Sturm bis 117 km/h, ab 118 km/h Zyklon mit 5 Gefahrenstufen, die höchste davon über 250km/h Windgeschwindigkeit in Böen.
Die Entstehung eines Hurrikanes: Man braucht eine warme See und ruhige Luft. Diese Bedingungen findet man in den Windstellen im Spätsommer im tropischen Atlantik vor Afrika. Die warme Luft steigt auf, schwer und feucht, voll von Wasserdampf. Ihre Stelle wird von Luft eingenommen, die von den Seiten herbeiströmt und durch die Erddrehung erhält diese fliessende Luft eine Ablenkung, so dass das ganze System zu rotieren beginnt. Die warme Luft, die aufsteigt, trifft auf kältere Luft und setzt ihren Wasserdampf in Form von Regen frei. Die Luft hat aber eine Menge Energie für den Aufstieg gebraucht und diese wird als Hitze freigesetzt - das erhöht die Steiggeschwindigkeit der Luft, ein Teufelskreis entsteht. Mehr Wasser wird frei, damit mehr Hitze und das Ganze dreht sich immer schneller. Man nimmt an, dass 1 Mio. t Luft pro sec. Aufsteigen. Da das Windsystem rotiert, wird die Luft durch die Zentrifugalkraft nach aussen geschleudert, so das im Zentrum ein niedriger Luftdruck entsteht, der das Auge des Hurrikans bildet. Um das Tiefdruckgebiet aufzufüllen, muss die Luft immer schneller fliessen, aber je schneller sie fliesst, desto stärker wird die Zentrifugalkraft, und daher kommt es zu diesen schnellen Kreisströmungen. Sobald er sich voll entwickelt hat, beginnt ein Hurrikan sich zu verschieben, so dass er mit neuem, warmem Seewasser in Berührung kommt und der Prozess erhält sich selbst. Ein Hurrikan ist eine riesige Wärmekraftmaschine, das grösste und stärkste dynamische System auf der Erde mit der Energie von tausend Wasserstoffbomben [Desmond Bagley. Sog des Grauens. P. 37-38].
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