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Studiengang
Erdwissenschaften
Exkursion
ins Tobel Küsnacht, GZ ERDW Ü 1
Inhalte:
Überschwemmungen
/ Findlingsgarten / Verrucano
/ Alexanderstein / anstehendes
Gestein / Leithorizont / Gletscherablagerungen
1.)
Besichtigung Dorfkern:
Überschwemmungsmarke
eines Hauses von 1775. Früher neigten Bäche dazu, bei Unwettern plötzlich
über die Ufer zu treten und schwere Schäden anzurichten.
Lösung: Bachbett tieferlegen (ausbaggern)
Bach kanalisieren, künstlich begradigen
Terrassen einbauen: künstliche Wasserfälle, danach reduziertes Gefälle
(kleinere Fliessgeschwindigkeit, reduziert die Wucht des Baches)

2.)
Findlingsgarten am Eingang des Tobels
Beschreibung von Steinen (Nr.12)
-
gross, nicht so kantig, relativ hart (nicht mit Messer kratzbar)
- grössere Einschlüsse (kleine Steine), doch nicht nagelfluhartig
- weisse, streifenförmige Einlagerungen, Löcher
- leicht bemoost, grünlich graue Farbe (Einflüsse der Verwitterung)
- keine erkennbare Schichtung oder StrukturBlende 5, 1/25
Besprechung des "Verrucano" (mit àSchlussfolgerungen)
(roter Stein am Anfang, zum Brunnen umfunktioniert.)
- rote Farbe (Eisen 3+ oxidiert)
- Farbänderung am unteren Rand (reduziertes Eisen durch Sauerstoffmangel,
nur sehr kleiner Anteil <1%)
- weisse Linien (Einschlüsse von Fremdmaterialien) zB Quartz, muss hier
entstanden sein, nach der Ablagerung haben sich durch Witterung kleine
Risse gebildet, die mit Quartz oder allenfalls Calcit (weich -->Kratzprobe)
aufgefüllt werden konnten. Die weissen Linien verlaufen gegen die Struktur
des Gesteins und müssen daher nach seiner Bildung entstanden sein
- unterschiedliche Korngrösse (entstanden durch die unterschiedliche Fliessgeschwindigkeit
des Flusses, der so unterschiedliche Materialien ablagerte)

Dieses
Gestein nennt sich Verrucano und ist ein typisches geologisches Ablagerungsmilieu
für das Glarnerland. Da die Umgebung des Steines deutlich von seinen eigenen
Eigenschaften abweicht, muss es Fremdgestein sein Transport hierher
3.) Alexanderstein
Beobachtungen:
- unterschiedliche Farben nur an der Oberfläche --> Verwitterung
- deutlich sichtbare, schräg zum Horizont verlaufende Schichtung à Sandstein
Schlussfolgerungen:
- aufgeschlossenes Gestein, da nicht mit dem Untergrund verbunden und
die Schichtung schräg zu den Schichten der Umgebung verläuft (vs. "anstehendes
Gestein")
- Dieses Gestein ist ein "erratischer Block", vom Linthgletscher vor 15'000
Jahren aus dem Glarnerland hierher transportiert.

4.)
Talformen
Flusstal: Bildet V-Tal mit scharfen Seitenflanken, z.T. auch Schluchten
(je nach Härte des Gesteins)
Gletschertal: U-Tal, weit und rund geschliffen aufgrund der Masse und
der rollenden Vorwärtsbewegung des Gletschers
"Bödeli": Terrassenformen innerhalb des Tals entstehen durch eine Lateralverschiebung
des Bachlaufs, es entstehen verschieden positionierte und unterschiedlich
alte Bachbetter
5.)
Anstehendes Gestein
Beobachtungen:
- horizontale Lage, deutliche Schichtung erkennbar, unterschiedlich stark
erodiert
- schwarze und helle Schichten, unterschiedlich dick
- unregelmässige Schichtdicke Schlussfolgerungen:
- dunkle Schichten enthalten organisches Material, das abgelagert wurde
(ca. 1%)
- unterschiedliche Schichten: unterschiedliche Standorte des Bachbettes
- unterschiedliche Grösse der Schichten: Sedimentationsrate, abhängig
von Flussgeschwindigkeit, war variabel aufgrund Klima- / Wetter-/ Topografie
- Mächtigkeit untersch. Innerhalb der Schichten: Flusslauf vs. Erosion
zu einer Zeit - Vorglaziale Molasse (zu Zeiten warmen Klimas)
6.)
Leithorizont
- am oberen Teil des Tobels ist eine rötliche Schicht beobachtbar, ca.
2-5 cm dick. Das Gestein an dieser Stelle ist stark erodiert, während
der darüberliegende Teil übersteht (Härte)
- es liegt vulkanische Asche vom Hegauvulkan vor, er vor 14 Mio. Jahren
weite Teile mit Asche bedeckte. Diese Schicht eines Vulkans aus dem Rheingraben
(tektonisch aktive Zone) ist überall im Umkreis von ca. 150km zu finden
und dient als Leithorizont zur zeitlichen Einordnung des umgebenden Gesteins.

7.)
Gletscherablagerungen - s. Bild Nr. 5 auf Beilage
- heterogene, oberste Schicht des Tobels: lockere Verfestigung von Kies,
Schutt und kleineren Bestandteilen. Extrem locker (lässt sich leicht herausbrechen)
- junge, glaziale Ablagerung vom letzten Gletscher
Im Unterschied zur Nagelfluh ist dieses Gemenge sehr jung und gilt als
Lockergestein, da noch nicht mit Zement verfestigt. In verfestigtem Gestein
ist ausserdem eine Druckverformung der einzelnen Bestandteile dort zu
erkennen, wo sie aneinander treffen (runde Druckverformungen). An dieser
Stelle reduzierte Löslichkeit
nach
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